Packhofquartier | Stadt Brandenburg Alle Projekte

  • Ort

    Brandenburg an der Havel

  • Leistungen

    Gutachten

  • Programm

    Kreativquartier | Wohnen, Ateliers, Werkstätten, Büros, Hotel, Gastronomie

  • Auftraggeber

    Stadt Brandenburg

  • Co-Autoren

    Fugmann Janotta Partner, Stadt + Verkehr, und Anna Kubelík

  • Team

    Cailin Nikel-Zueger, Sara King, Victor Joosten, Michael Diestelkamp

  • Zeitraum

    2021

Zwischen den drei Stadtkernen Neustadt, Altstadt und Domstadt liegt ein wunderschöner, von Flussarmen durchzogener Grünraum. Dieses einzigartige Potential inmitten der Dreistadt zu entwickeln, war Kernidee unseres Beitrags im Gutachterverfahren.

Brandenburg an der Havel plant die Entwicklung des innerstädtischen Packhofgeländes. Bereits im Oktober 2020 begann das Gutachterverfahren mit der Auswahl von drei Bürogemeinschaften aus Architekten, Stadtplanern und Landschaftsplanern. CKSA hat gemeinsam im Team mit Fugmann Janotta Landschaftsplanern , dem Verkehrsplaner Thorsten Terfort Stadt + Verkehr, und der Künstlerin Anna Kubelík eine bemerkenswert urbane Vision für Brandenburg entwickelt:

Städtebauliches Konzept

Wir schlagen an den Rückseiten der gründerzeitlichen Bebauung an der Packhofstraße vier kleine Baublöcke vor, deren öffentliche und somit wichtigste Seite, zum Park ausgerichtet ist. Diese Schnittstelle von Stadt und Park ist gleichzeitig die Verbindung zwischen Jahrtausendbrücke und der neuen Brücke über die Näthewinde. Damit entsteht entlang der neuen Bebauung eine belebte Route. Die Erdgeschosse an dieser Verbindung treten hervor und sind für verschiedenste Einrichtungen, Betriebe und Gastronomie flexibel nutzbar. Hier präsentiert sich die Stadt am Park und bietet, wie ein Stadtbalkon, Ausblicke ins Grüne des Parks.

Die Dächer der Häuser bieten einen sehr besonderen halböffentlichen Raum. Das Dach der öffentlichen Quartiersgarage ist über eine großzügige Außentreppe erschlossen. Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht über die Dreistadt. 

Freiraumkonzept

Es entsteht ein großzügiger, landschaftlicher Park, der ein ruhiges Landschaftsbild erzeugt. Prägend ist die ausschließlich durch Baumgruppen strukturierte, weite Wiesenfläche, die zum Picknicken, Liegen und Spielen einlädt. Der neue, ca. 400 m lange Rundweg ist Endpunkt einer beliebten Laufstrecke entlang der Brandenburger Niederhavel und formt ein markantes Medaillon. Mitten auf der Wiese befindet sich eine Reminiszenz der BUGA, von der ein Teil des Plateaus mit der Dachkonstruktion und drei Mauerscheiben als Erinnerung bewahrt werden. 

Eine Bühne, die Bestandteil der dynamischen Skulptur der Brücke ist, bietet Raum für Inszenierungen jeder Art und ermöglicht auch atmosphärische Tanzabende unter freiem Himmel. Ein Stielenwald richtet die Aufmerksamkeit auf die Brücke und beleuchtet die Bühne.

Verkehrskonzept 

Das geplante Quartier ist als autoarmes Gebiet konzipiert. Die Straßen werden als Fußgängerzone mit Benutzungsfreiheit für den Rettungs-, Ver- und Entsorgungs- sowie Behindertenverkehr ausgebildet. Unter Anwendung eines sanften Separationsprinzips werden die entsprechenden Bereiche für den motorisierten Verkehr gestalterisch hervorgehoben und je acht Stellplätze für Menschen mit Behinderungen und Bereiche zum Be- und Entladen für die Anwohner oder Lieferfahrzeuge geschaffen. In der Quartiersgarage wird ein Mobilitäts-Hub mit Lastfahrrädern und E-Bike-Sharing, eine Parkstation und Serviceleistungen ´rund ums Rad´ und stationsabhängiges Car-Sharing angeboten.

Mehr erfahren: Berichterstattung in der Märkischen Allgemeinen