Erpekiez Köpenick Alle Projekte

  • Ort

    Berlin

  • Leistungen

    Städtebaulich-freiräumliches Werkstattverfahren

  • Programm

    Plangebiet: 27 ha; BGF: 186.279m² Wohnen, 117.600m² Gewerbe, 61.151m² Gemeinbedarf; 1964 Wohneinheiten

  • Auftraggeber

    Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen des Landes Berlin, Referat Wohnungsbauprojekte - äußere Stadt

  • Co-Autoren

    Hager Partner Landschaftsarchitektur, Hoffmann-Leichter Ingenieurgesellschaft

  • Team

    Christoph Kohl, Sara King, Victor Joosten, Srdjan Mandić, Aniko Strutz, Cecilie Kohl, Marco Mondello

  • Zeitraum

    2022-2023

Von Oktober bis Dezember 2022 haben wir erfolgreich an der ersten Phase des städtebaulich-freiräumlichen Werkstattverfahrens ehemaliger Güterbahnhof Köpenick teilgenommen.

Gemeinsam mit unserem Team aus Hager Partner Landschaftsarchitekten und Hoffmann-Leichter Verkehrsplanern haben wir die zweite Phase erreicht, welche bis Mai 2023 andauern wird.

Städtebau

Das Grundgerüst des Städtebaus sind direkte, sichere und angenehme Routen für den Fuß- und Radverkehr zu den wichtigsten Zielen in der Umgebung. Eine urban geprägte Route führt vom Bahnhof Köpenick und den ihn säumenden Einkaufsmöglichkeiten quer durch das Viertel zum Brandenburger Platz. Eine grün geprägte Route führt vom Bahnhof Hirschgarten und dem dort anschließenden Wald, durch das Quartier, zum Bellevuepark und die dahinter gelegene Altstadt.
Diese beiden Routen formen ein ´Andreaskreuz´, in dessen Mitte ein lebendiger Platz das Herzstück des Quartiers bildet. Wie in vielen Berliner Kiezen gibt dieser Platz dem Quartier auch seinen Namen: der Erpeplatz im Erpekiez. Durch kleine Versätze in den Nebenstraßen und Auflockerung der Bebauung entstehen spielerische Hof- und Strassenräume. An wichtigen Stellen sind die Blöcke geöffnet und untereinander – auch freiraumgestalterisch – verbunden. Zur Bahn, zum Gewerbe und zu stark befahrenen Straßen ist lärmrobuster Städtebau mit geschlossener Bebauung mit durchgesteckten Grundrissen vorgesehen. Zum Park und zur Einfamilienhaussiedlung hin ist die Bebauung mit Punkthäuser stärker aufgelockert.

Freiraum

Der zentrale Erpeplatz wird als kleiner Park und lebendiger Quartierstreffpunkt Urbanität und Natur verbinden. Es ist ein zentraler Punkt im Kiez wo alle vorbeikommen. Auf dem Platz gibt es Spielangebote und von üppigen Bepflanzungen und Bäumen umrahmte Orte zum Verweilen. Der Ort wird eine gemeinschaȇliche Nutzung von Jung und Alt, zugezogene und alteingesessene Bewohnerschaȇ befördern.

Nutzungen

Der Erpekiez soll ein durchmischtes Viertel mit einem hohen Wohnanteil werden und auch Gewerbe, Bildung und Büroflächen Platz bieten. Besonders in den Erdgeschosszonen soll eine Vielzahl an Nutzungen untergebracht werden können.

Mobilität

Das Mobilitätskonzept setzt an erster Stelle auf ÖPNV und Fahrrad, während fahrende und parkende Autos auf das erforderliche Minimum reduziert werden. Die Route vom S-Bahnhof zum Brandenburgplatz ist als breite Promenade für den Fuß- und Radverkehr gestaltet. In der Route ist auch die neue Umgehungsstraße so integriert, dass sie durch die perspektivisch kommenden Mobilitätsalternativen in den nächsten Jahrzehnten zunehmend verkehrsberuhigt werden wird. Dies kann sich bereits vorausschauend in der Belags- und Profilgestaltung des Erpeplatz widerspiegeln.