BSU Masterplan Alle Projekte

  • Ort

    Perm | Russland

  • Leistungen

    geladener städtebaulicher Wettbewerb, Masterplanung

  • Programm

    Strategische Masterplan für 3 Städte [250.000 Einwohner]

  • Auftraggeber

    UralKali / Perm Krai

  • Co-Autoren

    Buro Happold – Strategic Masterplanning, Fugmann Janotta Partner (Masterplan 2014), Christina Kautz Landschaftsarchitektur (Wettbewerb 2011)

  • Team

    Sara King, Anna Potapova, Peter Berenz, Victor Joosten

  • Zeitraum

    2011 - 2014

Im Januar 2014 haben CKSA, in Zusammenarbeit mit Buro Happold, Fugmann Janotta und lokalen Firmen, den Masterplan für den Ballungsraum der Städte Berezniki, Solikamsk und Usolye (BSU) in Russland fertig gestellt.

Das Projekt ging aus einem Wettbewerb zwischen drei international tätigen Architekturbüros hervor, zu dem die Provinzregierung von Perm und UralKali, das größte Bergbauunternehmen der Region, eingeladen hatten. Das Masterplan-Konzept, das CKSA in Zusammenarbeit mit Buro Happold für diesen Wettbewerb entwickelt hatten, war 2011 mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden.

Die westlich des Uralgebirges und 200 km nördlich von Perm gelegenen BSU-Städte bilden einen Ballungsraum mit einer Viertelmillion Einwohner, dessen Kernindustrie die großen Kali– und Magnesiumbergwerke sind.

Der Masterplan zeigt Strategien zur Bewältigung der großen Herausforderungen auf, vor denen der Ballungsraum derzeit steht. Der Bergbau hat unsichere geologische Verhältnisse verursacht, die Abwanderung der Bevölkerung ist groß und die veralteten Industrieanlagen, die Wohnbauten und die Infrastruktur müssen dringend modernisiert werden. Die Planung wurde in drei Phasen unterteilt, um der Komplexität der Sachverhältnisse gerecht zu werden:
(1) Integrierte Recherche, (2) Masterplan Optionen und (3) Masterplan.

In der ersten Phase hat das Team eine geographische Datenbank zusammengestellt, die für die Gemeinde und Region auch in Zukunft ein nützliches Werkzeug sein wird. Die Datenbank besteht aus geologischen Karten, der Dokumentation der umweltbezogenen Einschränkungen und georeferenzierten Punkt-Daten mit Informationen über die Gebäude und ihren Zustand. Diese Datenbank war eine wichtige Basis für alle Planungsentscheidungen, z. B. wo bebaut oder verdichtet werden könnte und welche Gebiete zuerst umgesiedelt werden sollten.

In der zweiten Phase wurden zwei Optionen zur Umsiedlung vorgeschlagen: intensiv (mehrere Gebäude auf einen Schlag abreißen und neu bauen: einfachere Baumaßnahmen, größerer Bedarf an Notunterkünften) und extensiv (Gebäude Stück für Stück abreißen: behutsamere Baumaßnahmen, weniger Bedarf an Notunterkünften). Der ausgearbeitete Masterplan baut auf der intensiven Option auf.
Um alle Entwicklungsaspekte zu berücksichtigen, wurde der Masterplan bezüglich der Themen Sicherheit und Einschränkungen, städtebauliche Form, Wohnen, Landschaft & Umwelt, Verkehr, Versorgungseinrichtungen, Freizeit, soziale Infrastruktur, wirtschaftliche Entwicklung, Verwaltung und Umsetzung weiter ausgeführt.

Die Planung zielt darauf ab, durch Umsiedlung und eine grundlegende Erneuerung des Wohnungsbestands die Städte so stark wie möglich zu verdichten, die bestehende Infrastruktur und vorhandenen Einrichtungen zu verbessern und die bestehenden städtischen Qualitäten optimal zu fördern.